Pirmasens Sommer lockt Ratten an: Was Bürger beachten müssen
Wie die Stadtverwaltung berichtet, werden beim Pirmasenser Ordnungsamt vermehrt Ratten gemeldet. Die Nagetiere gelten als Gesundheitsschädlinge – sie können gefährliche Krankheiten übertragen. Bürger sind verpflichtet, Vorkommen zu melden und auf dem eigenen Grundstück zu bekämpfen. Entscheidend ist jedoch die Vorbeugung, heißt es aus dem Rathaus.
Warum nehmen Rattenmeldungen im Sommer zu?
Mit steigenden Temperaturen finden Ratten draußen leichter Nahrung und Verstecke. Dadurch sind sie aktiver und werden häufiger in Höfen, Kellern, an Müllplätzen und in Grünanlagen gesichtet.
Welche Pflichten haben Bürger in Pirmasens?
Rattenvorkommen müssen der Stadtverwaltung gemeldet werden. Auf dem eigenen Grundstück sind Eigentümer verpflichtet, selbst zu handeln und eine Bekämpfung einzuleiten – idealerweise nach konsequenter Vorbeugung.
Wie beuge ich Ratten rund ums Haus wirksam vor?
Die Stadt empfiehlt, Abfallbehälter stets dicht zu verschließen, regelmäßig zu leeren und bei starker Verschmutzung zu reinigen. Zudem sollte man Müllsäcke, Sperrmüll und Gelbe Säcke nicht über längere Zeit im Freien lagern – besonders die Gelben Säcke sollten erst kurz vor der Abholung bereitgestellt werden. Wichtig ist zudem, Speisereste nicht über die Toilette oder die Spüle zu entsorgen, und keine Essensreste auf offenen Kompost zu geben. Bioabfälle sollen in Papier eingewickelt werden, bevor sie in der entsprechenden Tonne landen. Grundsätzlich sollten Lebensmittel und Tierfutter nur in geschlossenen Behältern gelagert werden. Auch davon, offene Fressnäpfe der eigenen Vierbeiner im Freien stehenzulassen, rät die Stadtverwaltung ab.
Ein entscheidender Punkt, um Ratten vorzubeugen, ist die Beseitigung von Versteck- und Nistmöglichkeiten. Gerümpel und Abfall rund um das Gebäude sollten dringend entfernt werden. Mögliche Zugänge wie Rohre, Türschlitze und Lüftungen können mit Gittern, Klappen oder Bürstenleisten gesichert werden. Fenster- und Kellertüren sollten Bewohner geschlossen halten.
Was ist unterwegs zu beachten?
Essensreste gehören in Abfallbehälter, nicht in Parks oder Grünanlagen. Tauben und Wasservögel sollten nicht gefüttert werden, da Futterreste Ratten anlocken. Futter für freilebende Katzen nicht unbeaufsichtigt auslegen; eigene Tiere nur unter Aufsicht füttern.
Wie erkennt man einen Rattenbefall?
Laut Stadtverwaltung zählen die Kotspuren, die Ratten hinterlassen, zu den eindeutigsten Indizien für einen Befall. Die Spuren sind etwa zwölf bis 19 Millimeter lang und drei bis sieben Millimeter dick. Auffällig sind zudem die Laufwege der Tiere, die eine speckig-klebrige Struktur aufweisen. Außerdem lassen sich oft Nagespuren an Engstellen wie Mauerdurchbrüchen feststellen. Auch offene Löcher und Baue deuten auf Ratten hin.
Wie gehe ich bei einem Befall vor und wo bekomme ich Hilfe?
Sinnvoll kann eine koordinierte Aktion in der Nachbarschaft sein, rät die Stadtverwaltung. Professionelle Unterstützung bieten Schädlingsbekämpfungsfirmen. Rattenköder aus Fachhandel, Baumärkten oder Gartencentern sollten erst nach Umsetzung der Vorbeugung eingesetzt werden, stets gegen Verschleppung gesichert sein und nur nach den Gebrauchsanweisungen verwendet werden.
Bei Fragen und Meldungen ist das Pirmasenser Ordnungsamt per E-Mail an ordnungsamt@pirmasens.de und unter Telefon 06331 84-2308 erreichbar.
Info
Weitere Informationen gibt es online unter www.pirmasens.de/umwelttipp.