Speyer „Pfälzische Geschichte mit Playmobil“

Der Tributbock von Deidesheim von Ben Schulte, erster Preis beim Schulwettbewerb „Pfälzische Geschichte mit Playmobil“.
Der Tributbock von Deidesheim von Ben Schulte, erster Preis beim Schulwettbewerb »Pfälzische Geschichte mit Playmobil«.

Im Rahmen der Familien-Ausstellung „We Love Playmobil. 50 Jahre Spielgeschichte(n)“ werden jetzt die Gewinnerbeiträge des Schulwettbewerbes zum Thema „Pfälzische Geschichte mit Playmobil“ in einer eigenen Ausstellung im Historischen Museum der Pfalz präsentiert.

Zu sehen sind zehn Playmobil-Dioramen, die historische Ereignisse, Personen und Orte zum Thema haben. Die Vielfalt der Themen ist groß und reicht von römischen Legionären über Napoleon bis zum Untergang der Titanic.

Für die zehnköpfige Jury waren vor allem die Kreativität der Umsetzung, aber auch die Genauigkeit der Geschichtsdarstellung, der ästhetische Gesamteindruck, die Vielfalt der verwendeten Materialien wie auch die Qualität der eingesandten Dokumentationen ausschlaggebend.

Zehn Playmobil-Schaulandschaften wurden aus den von 28 Teams eingereichten Dioramen ausgewählt. Die Teams bildeten sich aus bis zu drei Schülerinnen und Schülern im Alter von sieben bis 15 Jahren.

Geißbock-Versteigerung, Napoleon, Titanic

Den ersten Preis erhielt der achtjährige Ben Schulte aus Lambrecht in der Pfalz. In einem großen Diorama stellte er die traditionelle jährliche Geißbock-Versteigerung in Deidesheim dar. Dabei handelt es sich um ein Brauchtum, das jedes Jahr am Dienstag nach Pfingsten in Lambrecht, wo der Geißbock seine Reise an die Weinstraße beginnt, und Deidesheim gefeiert wird.

Der zweite Preis ging an Johannes Sommer und Linus Mettlach. Die 13- und 15-jährigen Cousins hatten den Einzug Kaiser Napoleons in Frankenthal am 3. Oktober 1804 mit Playmobil-Figuren und selbstgefertigten Kulissen dargestellt.

Platz drei belegte Silas Schweitzer. Sein Diorama trägt den Titel „Isidor Straus und die Titanic“ und zeigt das Ehepaar Straus, das aus der Pfalz stammte und in die USA emigriert war, beim Untergang des Passagierschiffes „Titanic“ nach der Kollision mit einem Eisberg 1912.

Für Geschichte begeistern

Die Aktion hatte zum Ziel, Schülerinnen und Schüler auf geschichtliche Ereignisse, die quasi vor ihrer Haustür oder in der näheren Umgebung zu finden sind, aufmerksam zu machen. Das historische Thema konnte dabei frei gewählt werden, allerdings sollte ein Bezug zur Pfalz in dem Playmobil-Schaubild erkennbar sein.

Gestiftet wurden die Preise unter anderem vom Historischen Verein der Pfalz, der mit der Unterstützung des Wettbewerbs auch Kindern und Jugendlichen Geschichte näherbringen möchte. Denn, so sagt es der Vereinsvorsitzender, der Speyerer Oberbürgermeister a. D. Werner Schineller: „Der Historische Verein der Pfalz ist auch ein Familienverein. Wir möchten mit dem Wettbewerb die Jüngsten für die Geschichte unserer Region, der Pfalz, interessieren und begeistern.“

Info

Das Historische Museum der Pfalz ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. www.museum.speyer.de

Napoleon besucht Frankenthal von Johannes Sommer und Linus Mettlach, der zweite Platz.
Napoleon besucht Frankenthal von Johannes Sommer und Linus Mettlach, der zweite Platz.
Der Pfälzer Isisdor Straus und die Titanic von Silas Schweitzer, der dritte Platz bei „Pfälzische Geschichte mit Playmobil“.
Der Pfälzer Isisdor Straus und die Titanic von Silas Schweitzer, der dritte Platz bei »Pfälzische Geschichte mit Playmobil«.
Die ausgezeichneten Schülerinnen und Schüler mit Lehrkräften, Alt-OB Werner Schineller (hintere Reihe Vierter von links) und Mus
Die ausgezeichneten Schülerinnen und Schüler mit Lehrkräften, Alt-OB Werner Schineller (hintere Reihe Vierter von links) und Museumsdirektor Alexander Schubert (hintere Reihe rechts).
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